DSWV äußert seine Meinung zu neuen Casinogesetzen

Uta Koenig - 17-02-2020

DSWV äußert sich zu Online-CasinosDeutscher Casino- und Wettbürobetreiber Hauptteil Obwohl der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) den Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrag noch immer als einen maßgeblichen Schritt in die richtige Richtung und eine moderne Lösung der vielen Herausforderungen der deutschen Casino- und Sportwettenindustrien ansieht, drückte der Verband seine Bedenken darüber aus, was er als unzureichende Reform insbesondere hinsichtlich legalisierter Wetten auf Sportereignisse bezeichnete.

Das Vertretungsorgan kritisiert die Anordnung, dass Betreiber alle Online-Casinospiele bis zu dem Zeitpunkt am 1. Juli 2021, an dem der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag des Landes formal besteht, einstellen sollen. Zusätzlich dazu ist der DSWV besonders unzufrieden mit und besorgt über die derzeitigen Einschränkungen bezüglich Live-Sportwetten, Wetteinsatz- und Einzahlungsbegrenzungen und sogar Kontozugriffen.

Einschränkungen bleiben problematisch

Der Vorsitzende des DSWV, Mathias Dahms, findet besonders die Einschränkungen besorgniserregend, die den legalisierten Sportwetten des Landes mit dem neuen Staatsvertrag auferlegt werden sollen. Er vermutet, dass Spieler dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit dazu antreiben werden, weiterhin Schwarzmarkt-Betreiber mit ihren typischen Richtlinien ohne Einschränkungen aufzusuchen, statt die Dienste von lizensierten regulierten Buchmachern in Anspruch zu nehmen.

Dahms und der DSWV sind sich einig in ihrer Vermutung, dass Spieler auch künftig den Weg des geringsten Widerstandes gehen werden. Extreme Einschränkungen werden die Spieler nur dazu animieren, sich an Schwarzmarkt-Casinobetreiber zu wenden, besonders um ihre Wünsche und Bedürfnisse im Bereich der Sportwetten zu decken. Dies, so Dahms, widersetzt sich komplett dem Ziel hinter Deutschlands Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrag, nämlich dem Schutz der Glücksspieler und Wettenden des Landes.

Kein kleiner Markt

Sportwetten sind in Deutschland beliebt; sie sind sogar sehr beliebt. Das ist genau der Grund, warum es so wichtig ist, ein Modell einzuführen, das sich nicht nur für die verschiedenen deutschen Bundesländer eignet, sondern auch für die Wettenden, die dort leben. Laut dem DSWV gaben in Deutschland ansässige Sportwettende allein im Jahr 2019 eine enorme Summe von 9,3 Milliarden Euro für Sportwetten aus, und darin sind nicht einmal die Einsätze für Online-Casinospiele mit eingerechnet.

Doch das ist noch nicht alles. Dieser Betrag ist im Vergleich zu den Ausgaben im Jahr 2018 um 20 % gestiegen. Und in Anbetracht der Tatsache, dass im Gegensatz zu 2019 im Vorjahr eine Weltmeisterschaft stattfand, sollte diese Zahl jedem vor Augen halten, wie es um die Lage der Sportwetten im Land wirklich bestellt ist, hieß es beim DSWV.