Verschiedene Glücksspiellizenzen im Vergleich

Uta Koenig - 29-03-2019

Gambling LicenseHaben Sie bei Ihrem Online Casino schon einmal nachgesehen, über welche Lizenz es verfügt? Ist es eine Lizenz aus Gibraltar oder von der Isle of Man? Wie gut ist die Lizenz aus Malta? Wir informieren Sie in unserem heutigen Blog über die Unterschiede zwischen den Lizenzen von Gibraltar, Isle of Man, Curaçao und Malta.

Auch wenn wir jetzt nur ein paar Länder herausgepickt haben - Großbritannien hat in Europa immer noch die härtesten Glücksspielregeln für den Online Casino-Markt. Egal, ob Geldwäsche, Spielerschutz oder Werbung – die UK Gambling Commission hat generell die strengsten Auflagen und hat auch keine Probleme hart durchzugreifen. Siehe auch die hohen Strafen gegen einzelne Casino-Anbieter wie Videoslots und Casumo in der letzten Zeit.

Nichts desto trotz ist es schon einmal gut, wenn das Online Casino, in dem Sie evtl. Ihren Lieblings- Spielautomaten spielen eine Lizenz der aufgelisteten Länder aufweisen können. Denn durch eine solche Lizenz kann man normalerweise davon ausgehen, dass Ihr Spiel sicher ist.

Gibraltar

Gibraltar hat in den letzten Jahren insgesamt 34 Online-Glücksspiellizenzen vergeben. Diese wurden für Sportwettenanbieter, Online Casinos und relativ viele Softwarehersteller vergeben. Gibraltar hat sehr strikte Auflagen zum Spielerschutz, der Werbung, dem Datenschutz und auch der technischen System-Überprüfung. Die Kosten für eine Glücksspiellizenz belaufen sich auf 100.000 britische Pfund pro Jahr. Der Lizenzinhaber muss zusätzlich noch 0,15 % vom Bruttospielertrag (Einnahmen des Online Casinos abzüglich der Auszahlungen an Spieler) pro Jahr an Steuern abführen.

Der jeweilige Lizenzinhaber muss die technischen Systeme für die angebotenen Spiele sowie für die Bankoptionen bereitstellen. Alle Systeme müssen zusätzlich von einem unabhängigen Drittanbieter übergeprüft und zertifiziert werden.

Im Bereich der Spielerwerbung darf man dem potenziellen Kunden das Glücksspiel nicht aufdrängen. Die Behörde gibt umfangreiche Auflagen für den Spielerschutz. Auf der Webseite muss ein direkter Link zu einer Hilfsorganisation, die sich mit Spielsucht beschäftigt, aufgeführt sein. Auch der Selbstausschluss und das Erstellen von Limits muss vorhanden sein.

Fazit: Anhand der umfassenden Auflagen kann man Online Casinos und Buchmachern mit einer Lizenz aus Gibraltar als sehr vertrauenswürdig einschätzen.

Isle of Man

Ein Lizenzantrag kostet auf der Isle of Man 5.000 Pfund. Bei der Lizenzerteilung werden dann zusätzlich 35.000 bis 50.000 Pfund fällig. Wie in Gibraltar wird eine Steuer auf den Bruttospielertrag berechnet. Je nach Umsatz müssen 0,10 % bis 0,15 % pro Jahr an den Staat als Steuer abgeführt werden.

Die Gambling Supervision Commission hat die Aufgabe, die iGaming-Branche frei von Kriminalität zu hakten, die Jugendschutzbestimmungen aufrechtzuerhalten und dass die angebotenen Spiele fair ablaufen. Die Systeme und Plattformen müssen auch auf der Isle of Man von externen Unternehmen geprüft und zertifiziert werden.

Die Isle of Man hat wie Gibraltar recht strikte Auflagen bezüglich der Werbung und des Spielerschutzes. Beim Spielerschutzes wird neben der Option zum Selbstausschluss auch mit Limits gearbeitet. Dabei kann aber der Anbieter entscheiden, ob er für einen Spieler eine Einzahlungs-, Einsatz- oder Verlustlimit nutzen möchte.

Fazit: Inhaber einer Lizenz der Isle of Man sind nach unseren Überprüfungen und den umfangreichen Auflagen als vertrauenswürdig einschätzen.

Malta

Online Casinos, Buchmacher und Softwareanbieter können von der Malta Gaming Authority unterschiedliche Lizenzen erwerben. Die Jahresgebühren belaufen sich auf mindestens 25.000 Euro. Dazu kommen dann noch mindestens 5.000 Euro an Verwaltungsgebühren für die Beantragung der Lizenz. Malta erhebt ebenso wie viele andere Länder eine Steuer auf den Bruttospielertrag. Je nach Umsatzhöhe und Lizenzart beträgt diese Steuer zwischen 0,4 % und 0,5 %. Die normalen Unternehmenssteuern sind darin noch nicht eingerechnet. Die Kosten sind wohl angesichts der Steuern die höchsten, aber die meisten Online Casinos suchen gerade diese Lizenz, weil sie so vertrauenswürdig ist.

Die Malta Gaming Authority macht verschiedene Vorgaben im Bereich des Spielerschutzes, aber auch zur technischen Überprüfung. Im Rahmen des Spielerschutzes muss das Online Casino dem Kunden zumindest die Möglichkeit geben, Einsatz-, Verlust- und Wettlimits einzurichten. Auch müssen Optionen zum Selbstausschluss vorhanden sein.

Fazit: Die Lizenzen der MAG sind wohl die umfangreichsten nach der Lizenz aus Großbritannien – und wir können garantiert, dass der Anbieter mit einer Lizenz aus Malta vertrauenswürdig ist.

Curaçao

Curaçao vergibt wie andere Länder ebenfalls unterschiedliche Lizenzen – vor allem kleinere Unternehmen, oder diejenigen, die es mit Kontrollen nicht so genau nehmen holen sich zuerst diese Lizenz. Die teuerste Lizenz kann bis zu 40.000 Euro kosten. Anbieter müssen außerdem in den ersten zwei Jahren monatlich 5.600 Euro abführen, danach wird die Gebühr dann individuell verhandelt. Die Lizenz aus Curaçao ist die günstigste Lizenz auf dem Markt.

Die Curaçao-Lizenzen sind als sehr schwach in Bezug auf Kontrollen und Spielerschutz einzuschätzen. Es bestehen lediglich nur ein paar wenige Regelungen zum Spielerschutz. Es ist nicht zwingend, dass es Einstellungen im Bereich der Limits geben muss und es wurde zudem berichtet, dass die Regulierungsbehörde des Landes keine Hilfestellung bei Problemen gibt. Auch ist nicht festgelegt, in welchem Rahmen die technischen Überprüfungen der Systeme stattfinden sollen.

Fazit: Die Sicherheitseinstellungen für Sie als Kunden eines Online Casinos mit einer Lizenz aus Curaçao sind nach unserer Meinung absolut nicht ausreichend und raten Ihnen ab, sich in einem solchen Online Casino anzumelden.